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Scheinbare elektrische Leitfähigkeit (ECa)

Für die Erfassung der räumlichen Variabilität von Bodeneigenschaften wird in allen Partnerbetrieben die scheinbare elektrische Leitfähigkeit in der Wurzelzone gemessen. Unter den hiesigen Bedingungen zeigt die elektrische Leitfähigkeit des Bodens insbesondere Unterschiede in der Textur (Korngrößenverteilung) und im Wassergehalt an.

Zur Messung wird das Gerät 4-point light hp (LGM, Germany) genutzt, das über vier Metallelektroden direkt an den Boden angekoppelt wird. Die Anordnung der Elektroden bestimmt die Messtiefe und die Tiefensensitivität, wobei wir die zuvor bestimmte Wurzelzone in Wenner-Anordnung ansprechen. Damit kann das Messsystem an die Wurzelcharakteristik der untersuchten Kulturen angepasst werden. Die Messabstände in x- und y-Richtung werden individuell an die jeweilige Anlage angepasst. Um Messungen in den verschiedenen Anlagen besser vergleichen zu können, erfolgen diese bei Feldkapazität und vor Ausbringung von Düngemitteln bzw. nach angemessener Karenzzeit nach Düngerausbringung. Die geoelektrischen Bodenkartierung dient der gezielten,  teilflächenspezifischen Probennahme von Früchten und anderen Zielgrößen (Gebbers, R.; Lück, E.: Geoelektrische Methoden zur Bodenkartierung in der Landwirtschaft. In: Hufnagel, J.; Herbst, R.; Jarfe, A.; Werner, A. (Hrsg.): Precision Farming. Analyse, Planung, Umsetzung in die Praxis. KTBL-Schrift 419 (2006). Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL): Darmstadt).

Foto: ATB, Brandes