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Bewässerungssteuerung nach Vorlage des Geisenheimer Modells

Sowohl aus ökologischer, als auch ökonomischer Sicht ist der nachhaltige Einsatz von Wasser ein wesentlicher Bestandteil der ressourcenoptimierten Produktion. Zu diesem Zweck wird eine praxisnahe Methode als Basis zur Ermittlung der bedarfsorientierten Bewässerung benötigt. Die Erstellung einer klimatischen Wasserbilanz mittels Geisenheimer Modell lässt nicht nur die Berücksichtigung  der Standortgegebenheiten zu, sondern bietet weiterhin die Möglichkeit der präzisen Anpassung der Bewässerung an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kulturen im Verlauf der Fruchtentwicklung. Die tägliche Wasserbilanz ergibt sich aus der potentiellen Verdunstung von Pflanze und Boden berechnet nach Penman-Monteith (, dem kc-Wert, einem pflanzen- und entwicklungsstadienspezifischen Wichtungsfaktor, und der Niederschlagsrate (Pascholdt et al., 2010). Auf Grundlage der errechneten täglichen Wasserbilanzen und der zuvor ermittelten optimalen Wassergabe, unter Berücksichtigung der bodenphysikalischen Eigenschaften und der nutzbaren Feldkapazität in der mittleren Durchwurzelungstiefe, ist eine Bestimmung des Bewässerungszeitpunktes möglich (Paschold et al., 2009).

FAO, 1998. Crop evapotranspiration - Guidelines for computing crop water requirements. Chapter 2 – Penman-Monteith equation. FAO Irrigation and drainage paper 56.

 

Paschold, P.J., Kleber, j., Mayer, N., 2009. Bewässerungssteuerung bei Gemüse im Freiland. Landbauforschung, 328, 43-48.

Paschold, P.J., Kleber, J., Mayer, N., 2010. Geisenheimer Bewässerungssteuerung. Forschungsanstalt Geisenheim.30.07.2016,
botanik.forschungsanstalt-geisenheim.de/uploads/media/Geisenheimer_Steuerung.pdf